Freisamer


Merkmale:
sehr dichte, wollig-filzig behaarte, weiße Triebspitze;
3-(5)-lappiges Blatt, schwach gebuchtet, Blattrand stumpf gezähnt;
Traube mittelgroß, dichtbeerig;
Beeren eher klein, länglich oval, grüngelb gefärbt, ohne Sortenbukett.

Eigenschaften:
mittlere Lageansprüche, hoher Kalibedarf,
außer gegen Oidium und Stielkrankheit recht widerstandsfähig,
ausreichende bis gute Winterfrostfestigkeit,
der Wuchs ist aufrecht und weniger stark,
die Sorte ist blühfest und ertragstreu, Ertragsniveau unter Silvaner,
sehr fruchtbar bis zu 4 Trauben pro Trieb, die nicht immer ganz ausreifen.

Wein:
geschmacksneutral, extraktreiche Weine, die eigentliche Qualität erst bei über 80° Oechsle beginnend, in der Regel darüber liegend.

Verbreitung:
bestockte Rebfläche in Deutschland 9 ha.

Synoyme:
-

Klonbezeichnung:
FR 130, FR 131




Klon: FR 130, FR 131

Züchter:
Staatliches Weinbauinstitut Freiburg

Anschrift:
Merzhauser Straße 119, 79100 Freiburg, Tel.: 0761/4016561, Fax: 0761/4016564
mailto:poststelle@wbi.bwl.de,

Selektionsziele:
es sind keine neuen Ziele festgelegt

Selektionsdauer:
seit 1977; Eintragung beim Bundessortenamt 1991

Ausgangsklonzahl:
ca. 20

Sanitärer Status:
Virustest 1990 (Freiburg)

Züchterisch bearbeitete Vermehrungsfläche (ha):
0,05 (Klone insgesamt)

Leistungsdaten:
Mittel aus:
1 Standort bzw. 7 Ernten
1996-2002
Klon:
FR 130
FR 131
Mostgewicht (°Oe)
95
95
Ertrag (kg/a)
144,9
149,0
Säure (g/l)
10,2
9,8
Standort:
-

Besondere Eigenschaften:
-

Anpflanzungsempfehlung:
alle Klone bewährten sich unabhängig von den Böden auf den Unterlagen 5 BB, 125 AA und SO4.

Persönliche Bemerkung des Erhaltungszüchters:
die Rebsorte Freisamer hat keine Bedeutung mehr, was die Vermehrung anbelangt. Die beiden Klone sind im Zuchtgarten des Weinbauinstituts archiviert.

Literatur:
-





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