Große Feste - wenig Reste

Stand: 12/18/2012 12:00:00 AM
Besonders an Feiertagen wird der Tisch gerne reichlich gedeckt. Kulinarische Köstlichkeiten sollen es sein und man nimmt sich für Familie und Freunde Zeit, etwas Besonderes zuzubereiten. Oft werden nicht alle gekauften Zutaten verwendet und vom üppigen Festessen bleibt auch einiges übrig. Speisen landen im Müll, nach Feiertagen vielleicht mehr als in der übrigen Zeit. Das muss nicht sein! Eine gute Speisen- und Einkaufsplanung hilft, Zeit und Geld zu sparen und Resten vorzubeugen.


Hier unsere Vorschläge:
  • Beginnen Sie mit dem Aufstellen eines Speiseplans für die Feiertage.
  • Bevor Sie Ihre Einkaufsliste schreiben, entscheiden Sie sich für die Rezepte und überprüfen Sie im Vorrat und Kühlschrank, was vorhanden ist.
  • Planen Sie auf jeden Fall, für wie viele Personen Sie kochen möchten.
  • Überlegen Sie, ob Sie immer die angegebene Menge backen bzw. kochen wollen oder ob nicht weniger ausreichend ist. Meist ist weniger mehr: über die festlichen Tage isst man oft mehr als an anderen Tagen und keiner kommt „ausgehungert“ an den Tisch.

Für die Ermittlung der benötigten Portionsmengen gibt es Faustzahlen:
Menu-Bestandteil Grundmenge pro Person
Suppe als Vorspeise250 ml
Suppe als sättigender Eintopf400 ml
Salat zum Sattessen300 g
grüner Salat2 große oder 3 kleine Köpfe pro 10 Personen
Salatsoße cremig40-50 ml
Salatsoße flüssig20-30 ml
Fisch/ Fleisch als Hauptgang am Stück100-200 g
Fleisch/ Fisch/ Krabben in Ragout50-80 g
Hackfleisch100 g
Reis/ Nudeln als Beilage50-80 g, roh
Reis/ Nudeln als Hauptgericht100-120 g, roh
Brot & Brötchen als Beilage80-100 g
Kartoffeln als Beilage150–200 g
Kartoffeln als Hauptgericht300–400 g
Gemüse gekocht als Beilage200 g
Gemüse roh für Dips100 g
Dessert125-150 g
süßes Hauptgericht300–350 g
Kleine Häppchen4-5 Stück
Obst80–100 g
Wenn Zutaten übrig bleiben, ist es wichtig, diese in Vorratsbehälter umzufüllen, gut zu verschließen und kühl zu lagern. Wenn sie nicht für eine weitere Mahlzeit reichen, frieren Sie Übriggebliebenes portionsweise ein. So vermeiden Sie nicht nur, dass Sie noch genießbare Lebensmittel wegwerfen, Sie haben auch eine unkomplizierte und schnelle Alternative, wenn Ihnen einmal keine Zeit zum Kochen bleibt.

Aus „weihnachtlichen Resten“ kann man auch leckere Gerichte zaubern. Es gibt zahlreiche kreative Kombinationen. „Gans asiatisch“ ist z.B. eine gute Möglichkeit, Reste von der Weihnachtsgans zu verwerten. Dazu verschiedene Gemüse im Wok garen, das klein geschnittene Fleisch dazu gegeben und mit Sojasoße, Ingwer, Chili abschmecken. Bratenreste können als Brotbelag aufgeschnitten oder als Salat zubereitet werden. Reste von Frischfleisch können für Fondue verwendet werden. Kartoffeln, Reis, Salatreste und ähnliches können zu Raclette-Beilagen oder bunten Salaten verarbeitet werden. Gebäck oder Lebkuchen finden sich in Nachspeisen oder süßen Aufläufen wieder.

In der Tabelle (siehe Anhang) finden Sie weitere Anregungen, wie Lebensmittelreste weiter verarbeitet werden können.

Vermeidbare Lebensmittelabfälle sind ein Thema, das alle angeht - auch an Fest- und Feiertagen. Besonders Weihnachten ist eine „Werte-volle“ Zeit, eine Zeit, in der wir unser Bewusstsein für die Wertschätzung unserer Lebensmittel schärfen können. Denn was man achtet, wird nicht achtlos weggeworfen.


Weiterführende Informationen
  • Ernährungsberatung Rheinland-Pfalz: Fit im Umgang mit Lebensmitteln, 2012 (Broschüre, pdf 269 KB)
  • Verbraucherzentrale NRW (Hrsg.): Kreative Resteküche, Düsseldorf 2012
  • Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) (Hrsg.): Zu gut für die Tonne. Initiative des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, im Internet unter www.zugutfuerdietonne.de (Zugriff: 10.12.2012)


Download: TabelleVerwertungReste.pdfTabelleVerwertungReste.pdf



ute.poetsch@dlr.rlp.de     www.Ernaehrungsberatung.rlp.de drucken nach oben